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Auf Mallorca bestimmt die Saison, welche Straßen, Strände und Regeln für Sie gelten

Auf Mallorca bestimmt die Saison, welche Straßen, Strände und Regeln für Sie gelten

 

Mallorca ist seit Jahrzehnten die Lieblingsinsel vieler Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, und Palma gehört bei den Sommerbuchungen regelmäßig zu den gefragtesten Zielen. Gleichzeitig hat die Insel in den letzten Jahren spürbar nachgesteuert: Straßen werden im Sommer gesperrt, Partyzonen streng reguliert, und die Touristensteuer hängt vom Monat ab. Wer Mallorca plant, sollte deshalb zuerst den Reisezeitraum festlegen und erst danach Unterkunft und Mietwagen wählen.

Die Anreise ist unkompliziert. Palma wird von vielen großen Flughäfen im deutschsprachigen Raum direkt angeflogen, darunter Frankfurt, München, Berlin, Hamburg und Düsseldorf, aber auch Wien und Zürich. Da Spanien zur EU und zum Schengen-Raum gehört, genügt für Reisende aus Deutschland und Österreich der Personalausweis oder der Reisepass, ein Visum ist nicht nötig. Gäste aus der Schweiz reisen ebenfalls mit Identitätskarte oder Pass ein. Bezahlt wird in Euro, ein Geldwechsel entfällt also. Mobiles Surfen kostet mit deutschen und österreichischen Verträgen dank EU-Roaming in der Regel nichts extra, für Schweizer Tarife kann dagegen eine eSIM sinnvoll sein. Wenn Sie zeitlich flexibel sind, lohnt es sich, Flüge nach Palma von mehreren Abflughäfen zu vergleichen, bevor Sie sich auf einen Termin festlegen.

Der wichtigste Unterschied zwischen Hochsommer und Nebensaison zeigt sich im Norden. Die Straße zum Cap Formentor ist in der Hauptsaison tagsüber für private Autos und Mietwagen gesperrt. Der genaue Zeitraum wird jedes Jahr neu festgelegt und reichte zuletzt von Mitte Mai bis Mitte Oktober. In dieser Zeit fährt ein Linienbus ab Port de Pollença zum Leuchtturm, und auch die Zufahrt zum Parkplatz am Strand von Formentor ist mengenmäßig begrenzt. In den ausgewiesenen Partyzonen an der Playa de Palma sowie in Magaluf und Palmanova ist Alkohol auf der Straße verboten, und Geschäfte dürfen dort abends ab halb zehn keinen Alkohol mehr verkaufen. Verstöße werden mit Bußgeldern im drei- bis vierstelligen Bereich geahndet. Hinzu kommt die Touristensteuer, die pro Person und Nacht direkt in der Unterkunft bezahlt wird. Die Höhe hängt von Kategorie und Saison ab, Kinder unter sechzehn Jahren sind befreit, und zwischen November und April gilt ein deutlich ermäßigter Satz. Über eine Erhöhung wird auf den Balearen immer wieder diskutiert, prüfen Sie den aktuellen Satz daher kurz vor der Reise. Persönlich würde ich Mallorca im Mai, im Juni oder Ende September besuchen, weil das Meer dann warm genug ist und die Wanderwege noch nicht in der Mittagshitze liegen.

Bei der Unterkunft entscheidet vor allem, ob Sie Stadt, Berge oder Strand in den Mittelpunkt stellen. In Palma bietet sich ein Boutique-Hotel oder ein Apartment in der Altstadt an, von wo aus die Kathedrale La Seu und der Hafen zu Fuß erreichbar sind. Wer wandern möchte, wohnt gut in einer Pension oder einem kleinen Gästehaus in Port de Sóller, direkt an der Bucht und am Ausgangspunkt vieler Touren in die Serra de Tramuntana. Familien finden in Alcúdia zahlreiche Ferienwohnungen und Resorts in Strandnähe, nicht weit von der historischen Stadtmauer der Altstadt. Für Ruhe und Landleben eignet sich eine Finca als Agroturismo rund um Ses Salines im Süden, in der Nähe des Naturstrands Es Trenc.

Ein Mietwagen lohnt sich auf Mallorca vor allem dann, wenn Sie die Serra de Tramuntana, Valldemossa oder die Buchten im Osten erkunden möchten. Für den Norden sollten Sie die Sperrung am Cap Formentor einplanen und dort auf den Bus umsteigen. In der Innenstadt von Palma gilt zudem eine Umweltzone, deshalb parken Sie besser am Rand der Altstadt. Wer nur in Palma oder an einem Strandort bleibt, kommt mit einem Transfer vom Flughafen und einzelnen geführten Touren meist entspannter zurecht, etwa mit einer Bootstour entlang der Küste oder einem Tagesausflug mit dem historischen Zug nach Sóller. Bei uns können Sie Mietwagen, Transfers und Ausflüge für Mallorca nebeneinander vergleichen und dann entscheiden, welche Variante zu Ihrer Reise passt.

Zum Schluss zwei praktische Punkte. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte auf der Rückseite Ihrer Versichertenkarte sind Sie in staatlichen Gesundheitseinrichtungen abgesichert. Private Kliniken rechnen darüber jedoch nicht immer ab, weshalb eine Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll bleibt. Außerdem sind die Wochen um Ostern, Pfingsten und die deutschen Sommerferien stark gebucht. Wer in dieser Zeit reisen muss, sollte Flug und Unterkunft früh festlegen und beliebte Ziele im Norden eher am Morgen besuchen.

F: Reicht der Personalausweis für eine Reise nach Mallorca?

A: Ja. Spanien gehört zum Schengen-Raum, deshalb genügt für Deutsche und Österreicher ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Reisende aus der Schweiz können mit Identitätskarte oder Pass einreisen.

F: Darf man mit dem Mietwagen zum Cap Formentor fahren?

A: In der Hauptsaison tagsüber nicht, dann ist die Straße für private Fahrzeuge gesperrt. Ein Bus fährt ab Port de Pollença bis zum Leuchtturm. Außerhalb der Sperrzeiten ist die Zufahrt mit dem Auto möglich.

F: Wie wird die Touristensteuer auf Mallorca bezahlt?

A: Sie wird pro Person und Nacht direkt in der Unterkunft fällig. Die Höhe richtet sich nach Kategorie und Saison, Kinder unter sechzehn Jahren zahlen nichts, und im Winter ist der Satz deutlich niedriger.

F: Wann ist die beste Reisezeit für Mallorca?

A: Für Baden und Wandern zugleich eignen sich Mai, Juni sowie September und Oktober. Im Hochsommer ist es heiß und voll, im Winter ist die Insel ruhig, manche Strandhotels haben dann aber geschlossen.

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